Wärmepumpe: Umweltwärme zum Heizen nutzen

Wärmepumpen sind eine seit Jahrzehnten eingesetzte Heiztechnik. Die Funktionsweise einer Wärmepumpe ähnelt der eines Kühlschranks: Während dieser aber seinem Inneren Wärme entzieht und nach außen leitet, entzieht die Wärmepumpe der Umgebung Wärme und gibt sie als Heizenergie ans Haus ab. Als Wärmequelle können beispielsweise die Außenluft, das Erdreich oder das Grundwasser dienen. Die Wärmepumpe entzieht der jeweiligen Wärmequelle Wärme und hebt deren Temperaturniveau durch den Einsatz von Energie an. Für diesen Prozess wird beispielsweise elektrische Energie eingesetzt. Die so nutzbar gemachte Wärme kann anschließend für die Beheizung des Gebäudes oder die Warmwasserbereitung verwendet werden.

Da die Kosten einer Wärmepumpenanlage unter anderem von ihrer erforderlichen Leistung abhängen, sollte die Anlage bedarfsgerecht ausgelegt werden. Ein hydraulischer Abgleich des Gesamtsystems aus Gebäude, Wärmeverteilung und Wärmepumpe kann dabei eine wichtige Grundlage für die Planung bilden. Dabei werden unter anderem die erforderlichen Volumenströme sowie die für die Auslegung relevanten Vor- und Rücklauftemperaturen ermittelt. Zusammen mit der Heizlast des Gebäudes können diese Werte für die bedarfsgerechte Auslegung der Wärmepumpe herangezogen werden. Wärmepumpen können mit Photovoltaikanlage kombiniert werden. Da eine Wärmepumpe für ihren Betrieb elektrische Energie benötigt, kann erzeugter Solarstrom teilweise für den Betrieb der Wärmepumpe genutzt werden. Auf diese Weise lässt sich der Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms erhöhen. Wie hoch dieser Anteil ausfällt, hängt unter anderem von der Größe und Auslegung der Photovoltaikanlage, dem Wärmebedarf des Gebäudes, der Wärmepumpe und den jeweiligen Betriebsbedingungen ab. Wärmepumpen können zudem zur Gebäudekühlung eingesetzt werden. Allerdings ist der Effekt bei einer konventionellen Radiatoren- oder Fußbodenheizung aus physikalischen Gründen auf wenige °C beschränkt.

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