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Wärmepumpen gibt es seit mehr als 40 Jahren auf dem Markt. Sie bieten eine ausgereifte, zuverlässige Technik und sind wirtschaftlich. Sie können heizen und kühlen mit sparsamstem Energieeinsatz, bei sehr niedrigen Betriebskosten.
Wärmepumpen werden in der Heizungs- und Lüftungstechnik eingesetzt und unterscheiden sich nach den Energiequellen, die sie nutzen und nach den Medien, an die sie die Energie wieder abgeben. Grob unterteilt in Luft-Wasser-, Wasser-Wasser-, Sole-Wasser- und Luft-Luft-Wärmepumpen.
Die Natur liefert drei Arten von Umweltwärme, die von der Wärmepumpe genutzt werden können. Dazu gehören das Grundwasser, das Erdreich und die Außenluft. Für den Antrieb der Wärmepumpe wird Strom oder alternativ auch Gas benötigt. Der relativ kleine Stromanteil kann aber auch mit Hilfe einer Photovoltaikanlage selbst produziert werden.
Eine Wärmepumpe nutzt den physikalsichen Grundsatz, dass in der Natur nichts verloren geht, denn Kühlung produziert zwangsläufig Wärme – oft mit hohen Temperaturen. Die Wärmepumpe ist technisch wie ein Kühlschrank aufgebaut, mit dem Unterschied, dass bei der Wärmepumpe die warme Seite (Verflüssiger der Wärmepumpe) zum Heizen genutzt wird. Der Einsatz ist umso effizienter, je geringer die gewünschte Temperaturdifferenz zwischen dem Wärmereservoir, zum Beispiel Grundwasser und der Vorlauf-Temperatur ist, also der Temperatur, mit der das Wasser in den Heizkreis eingespeist wird. Mit steigendem Temperaturhub sinkt die Leistungszahl der Wärmepumpe. Somit wird bei einer Wärmepumpe nicht nur die Kälte genutzt, sondern deren Abfallprodukt bei der Produktion – die Wärme.
Heizen
Kühlen
Auch unter Berücksichtigung der Verluste bei der Stromerzeugung sind elektrisch betriebene Wärmepumpen mit Jahresarbeitszahlen über 3,3 ökologisch ausgesprochen sinnvoll. Moderne Wärmepumpen erreichen Jahresarbeitszahlen von mehr als 4 und leisten deshalb einen deutlichen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Die Jahresarbeitszahl beziffert das Verhältnis von aufgenommener Antriebsenergie zu abgegebener Heizenergie in einem Jahr.